Editorial

Herzlich willkommen zum 48. Deutschen Jazzfestival Frankfurt!

Ein Festival wie das Deutsche Jazzfestival Frankfurt bietet stets Ort und Gelegenheit, über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft dieser Musik nachzudenken.

So feiert das Eröffnungskonzert die Gospel-Tradition, Wurzel des Jazz und Brutkasten für die Größen der Black Music. Auch Silke Eberhards Rekonstruktion von Eric Dolphys „Love Suite“ und die hochenergetische Musik der Rainmakers machen Vergangenes für die Gegenwart fruchtbar. Das hr-Jazzensemble beweist, dass es selbst im 60. Jahr seines Bestehens nicht von gestern ist, und dessen langjähriger Pianist, Bob Degen, gibt ein intimes Duo-Konzert.

Pérez, Patitucci und Blade, Begleitband von Wayne Shorter und als „Children of the Light“ auf eigenen Wegen, stehen ebenso für die aktuelle amerikanische Szene wie das Craig Taborn Quartet. Deren allerneuste Tendenzen repräsentiert Steve Lehman mit seiner spektakulären Synthese aus Underground-Hip-Hop und Avantgarde-Jazz.

Auf andere Weise spektakulär kombiniert Roger Hanschel seine Improvisationen mit einem klassischen Streichquartett. Die skandinavische Seite des europäischen Jazz repräsentiert Mats Eilertsen und Tigran Hamasyan verbindet westliche Einflüsse mit der Musik seiner Heimat Armenien. „Jazz ohne Grenzen“ zelebriert auch der englische Saxofonist Shabaka Hutchings, der das Festival mit seiner südafrikanischen Band „The Ancestors“ im Mousonturm beschließen wird.
Und übrigens: hr2-kultur überträgt das Festival live von Mittwoch bis Samstag im Radio.

Wir laden Sie herzlich ein, mit uns die mannigfaltigen musikalischen Querverbindungen zwischen den einzelnen Projekten zu entdecken!

 

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